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"Griaß eich die Madln, servas die Buam!"

Das Phänomen Heinz Conrads. Conférencier, Schauspieler, Medienstar

Dauer der Ausstellung

Von 14. Dezember 2021 bis 31. Mai 2022
Verpflichtende Reservierung eines Timeslots hier möglich

Ausstellungsort

Wienbibliothek im Rathaus, Ausstellungskabinett
1082 Wien, Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, Glaslift, 1. Stock
T: +43 (0)1 4000 84915
Montag bis Freitag, 9.00 bis 19.00 Uhr
Eintritt frei!
Geschlossen: Samstag, Sonntag, Feiertage

Über die Ausstellung

Mit dem Nachlass von Heinz Conrads beherbergt die Wienbibliothek im Rathaus einzigartige Dokumente zu einem der bedeutendsten Unterhaltungskünstler der Nachkriegszeit. Mit Erfolgen in Kabarett, Theater, Rundfunk und schließlich im Fernsehen avancierte Heinz Conrads zu einem Publikumsliebling mit enormer Reichweite und Wirkung, den es als wichtigen Mitgestalter der österreichischen Nachkriegsidentität kritisch zu beleuchten gilt.

Die Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“, die im Titel ganz bewusst auf die längst zum geflügelten Wort gewordene Grußformel von Heinz Conrads Bezug nimmt, ist der erste Versuch, die Karriere dieser in Österreich zeitweise nahezu omnipräsenten Medienfigur mentalitäts- und kulturgeschichtlich einzuordnen. Rundfunk- und Fernsehmanuskripte wurden dafür ebenso ausgewertet wie Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Terminkalender und Materialien aus anderen Beständen der Wienbibliothek im Rathaus.

Video by Heikel Ben Bouzid

Mediengeschichtliche und populärkulturelle Erinnerungsspuren geben über Epochenbefindlichkeiten jenseits gesellschaftlicher Ereignisse und markanter politischer Eckpunkte Auskunft. Und wer könnte besser dafür geeignet sein, die Hand an den Puls der Frühzeit der Zweiten Republik zu legen, als der Schauspieler, Conférencier und Fernsehstar Heinz Conrads, der, weit mehr als nur ein beliebter Entertainer, zu einem zusätzlichen Mitglied jener österreichischen Fernsehfamilien wurde, die sich Woche für Woche um das imaginäre Herdfeuer des Fernsehapparates versammelten und – allen Ernstes – darauf warteten, dass ihr Held aus dem „Kastl“ heraustreten und sich zu ihnen an den Esstisch setzen würde.

Vor allem aber war Heinz Conrads durch seine ständigen Bezüge auf ein halbfiktionales Alt-Wien, jene „Stadt, die niemals war“, Garant einer mentalitätsgeschichtlichen Stabilität in einer Zeit, in der die Zweite Republik wenige Jahre nach dem Nazi-Terror ihre Rolle und ihr Selbstverständnis erst finden musste. Conrads hat dem Gemeinwesen ein populäres Gesicht geschenkt, mit dem die Leute sich identifizieren wollten und er gab ihnen mit einem Lied aus dem alten Wiener Volksschauspiel Lebensmut und Aufbruchsenergie: „Den Wurschtl,“ sang er zeit seines Lebens, „den Wurschtl kann kaner derschlogn.“

Den Ausstellungsfolder können Sie hier herunterladen.


Ausstellung im Ausstellungskabinett der Wienbibliothek im Rathaus (Fotos © Georg Lembergh)

Kuratiert von:
Suzie Wong, Wienbibliothek im Rathaus, und Thomas Mießgang

Ausstellungsgrafik:
Sabine Müller, Gruenberg4

Ausstellungsarchitektur:
Bernhard Brus

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksmuseums Penzing.

Publikation

GRIASS EICH DIE MADLN, SERVAS DIE BUAM!
Das Phänomen Heinz Conrads – Conférencier, Schauspieler, Medienstar

Suzie Wong/Thomas Mießgang (Hg.)
312 Seiten mit zahlr. Abb.
170 x 240 mm
€ 29,90

Führungen

  • Montag, 24. Jänner, 16.00 Uhr
  • Dienstag, 8. Februar, 16.30 Uhr
  • Mittwoch, 23. Februar, 16.30 Uhr

Anmeldung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at unter Angabe des Datums und der Personenanzahl erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung nur gültig ist, wenn Sie eine Bestätigungsmail erhalten.

Weitere Termine folgen.

Für individuelle Gruppenführungen ab 6 Personen wenden Sie sich bitte zur Terminvereinbarung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at.

Begleitprogramm

Dienstag, 25. Jänner 2022, 18.30 Uhr
Was gab es Neues? Radiomanuskripte von Heinz Conrads 1948-1965

**Live-Stream aus dem Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus**

Dienstag, 22. Februar 2022, 18.30 Uhr
Die langen 1950er-Jahre. Kino und Fernsehen in Österreich mit Heinz Conrads

**Live-Stream aus dem Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus**

Dienstag, 15. März 2022, 18.30 Uhr
Bühne frei für Heinz Conrads!

**Live-Stream aus dem Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus**

Dienstag, 26. April 2022, 18.30 Uhr
Die Bekehrung des Ferdyš Pištora (Filmscreening)

**Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus**

Donnerstag, 19. Mai 2022, 18.30 Uhr
Ein Abend für Norbert Pawlicki (1923-1990)

**Musiksammlung der Wienbibliothek**

Pressebilder

Wir bitten Sie, im Rahmen Ihrer Berichterstattung auf das jeweilige Projekt der Wienbibliothek im Rathaus und/oder die Wienbibliothek im Rathaus hinzuweisen.
Falls Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at

Fernsehsendung "Was gibt es Neues?". Foto: ORF, 1960er-Jahre, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Heinz Conrads, 5-jährig. Foto: Fotoatelier Rudolf Franzl Wien, 1918, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Reisepass, 1932 ausgestellt, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Heinz Conrads vor dem Mikrofon. Fotograf unbekannt, 1940er-Jahre, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Verwechslungskomödie „Kleopatra die Zweite“ von Max C. Feiler, Wiener Stadttheater. Rolf Wanka und Heinz Conrads in der Rolle des Caius Lutetius (von links nach rechts). Fotograf unbekannt, 1942, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Faust-Parodie im Theaterkabarett Simplicissimus. Heinz Conrads in der Rolle des Mephisto mit Bühnenpartner Emerich Arleth (von links nach rechts). Fotograf: unbekannt, 1946/1947, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Eintrittskarte für die Rätselrevue „Faß’ das Glück“, 1953, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Szenenfoto aus dem Film „Der Page vom Palast Hotel", Heinz Conrads in der Rolle der Marguarita Gonzales alias Harry Rubiner. Filmstill, 1955, Donau-Film/NF/Börcsök, Archiv Pepi Treitl, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Szenenfoto aus dem Film „Sonnenschein und Wolkenbruch", Helmut Qualtinger in der Rolle des „Fleck" und Heinz Conrads als „Rost". Filmstill, 1955, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
Das größte Silvesterprogramm Wiens 31. Dezember 1960 in der Stadthalle. P-4942, 1960, Wienbibliothek
Dame vom Marktstand und Heinz Conrads. Filmstill aus dem Kurzfilm „Markt“, einer Episode der zehnteiligen Heinz-Conrads-Serie „Soziale Einrichtungen der Stadt Wien“, 1962, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Media Wien
Heinz Conrads als lebendiger Rathausmann. Foto: Ingrid Grauer, 1967, Bezirksmuseum Penzing, Sammlung Conrads
 

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