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Im Schatten von Bambi

Felix Salten entdeckt die Wiener Moderne

Zeit

15. Oktober 2020 bis 25. April 2021

Ausstellungsorte

Wienbibliothek, Ausstellungskabinett
Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, Glaslift, 1. Stock
Montag bis Donnerstag 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Freitag 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Freier Eintritt
Wien Museum MUSA, Felderstraße 6-8
Dienstag bis Sonntag und Feiertag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Eintrittspreise

Zur Ausstellung

Im Dezember 1922 erschien der Roman "Bambi" von Felix Salten (1869–1945), der zum Welterfolg wurde. Weitgehend vergessen ist, dass der Autor dieses Buches darüber hinaus als einflussreicher Journalist, mächtiger Kulturkritiker, experimentierfreudiger Theatergründer, umstrittener Literaturfunktionär, überzeugter Zionist und Mitstreiter des literarischen Netzwerks "Jung Wien" um Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler ein bedeutender Protagonist des kulturellen Lebens der Wiener Moderne war.

Anlässlich seines 75. Todestags werden auf Basis seines Nachlasses, der sich seit 2015 zum größten Teil im Besitz der Wienbibliothek im Rathaus befindet, viele kaum bekannte Aspekte von Saltens Biographie erhellt, die das Ende der Monarchie, die Erste Republik, zwei Weltkriege, sowie Diktatur und Exil umfasste. Saltens vielfältige Tätigkeiten, darunter z.B. auch seine bisher kaum gewürdigte Rolle als Kunstkritiker im Umfeld Gustav Klimts, werden mit bisher unveröffentlichten Dokumenten visualisiert und in den Zeitläuften kontextualisiert. So soll diese schillernde Figur, die Wien zwischen 1890 und der Flucht in die Schweiz 1939 wesentlich geprägt hat, den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung und in einer Publikation zur Ausstellung gänzlich neu präsentiert werden.

Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation mit dem Wien Museum.

Felix Salten, vermutlich in seinem Landhaus in Pötzleinsdorf, 1904
Felix Salten, Juni 1904
Felix Salten mit Arthur Schnitzler, um 1910
Felix Salten im Strandpavillon des Hotels Beauvallon in St. Tropez, Sommer 1927
Felix Salten auf Sommerfrische, vermutlich am Attersee, um 1930
Felix Salten mit seinen Hunden in Zürich, um 1940