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Digitale Sammlungen
Die Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien im 18. Bezirk, Kreuzgasse
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Aktuelle Schließzeiten

Am 14. November schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung um 17 Uhr. (Musik-)Handschriften und Nachlässe können deswegen nur bis 17 Uhr benützt werden. Für die restlichen Bestände werden Ersatzleseplätze zur Verfügung gestellt.

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Rotes Wien publiziert

Architektur in Medien und Kampagnen

Ort und Zeit

15. November 2019 bis 31. Juli 2020
Montag bis Donnerstag 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Freitag 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Wienbibliothek im Rathaus, Ausstellungskabinett, Gang, Foyer
Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, Glaslift, 1. Stock
Freier Eintritt!
Eröffnung am 14. November 2019
Buchpräsentation am 18. Juni 2020

Zur Ausstellung

Von bahnbrechenden Errungenschaften, die in der Zeit des "Roten Wien" ihren Anfang nahmen, profitieren noch heute viele Wienerinnen und Wiener. Neben Reformen im Bildungsbereich, der Errichtung von Fürsorgeeinrichtungen sowie von technischen Bauwerken und Freizeitanlagen wurden an die 65.000 Wohnungen geschaffen. Gerade die Leistungen auf dem Gebiet des Sozialwohnungsbaus waren herausragend und machen Wien in dieser Hinsicht noch heute zu einem wichtigen, international geschätzten und auch jüngst wieder diskutierten Vorzeigebeispiel.

Abgesehen von dieser groß angelegten baulichen Offensive von Wohn- und Infrastrukturbauten war der damaligen Stadtregierung daran gelegen, eine ebenso wirkmächtige mediale Innen- wie Außenwirkung zu erzielen. Parallel zur Bautätigkeit wurde eine publizistische Maschinerie in Gang gesetzt, die in Ausstellungen und Filmen über das neue Wohnen und Leben informierte und vielgestaltiges Informations- und Werbematerial produzierte. Begleitet durch diese großangelegte mediale Kampagne wurden einige der Wohnanlagen schlagartig zu publikumswirksamen Akteuren im medialen Spektrum des "Roten Wien" und fungierten so als berühmte Aushängeschilder für die Leistungen der Stadtregierung.

Die publizistische Produktion setzte zaghaft nach Inkrafttreten des ersten Wohnbauprogramms 1923 ein, verdichtete sich im Jahr 1926, hielt bis zu Beginn der 1930er-Jahre an, ebbte bereits 1931 ab und endete vollends mit dem Sturz der sozialdemokratischen Stadtverwaltung. Im Vorfeld großer internationaler Veranstaltungen sowie in Wahljahren verdichtete sich der mediale Auftritt.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über diese architekturpublizistische Produktion. Sie reicht von Broschüren über Bücher und Pläne bis hin zu Plakaten, Ansichtskarten und weiter zu Ausstellungen sowie Filmen. Zum besseren Verständnis wird die Wiener Publikationstätigkeit in einen internationalen Kontext gestellt: Ausgewählte Objekte aus zwei Ländern mit ebenso beachtlichem sozialem Wohnungsbau, namentlich die Niederlande und Deutschland, werden dem Wiener Beispiel gegenübergestellt. Die Ausstellung zielt darauf ab, dieses bisher vernachlässigte Thema aufzuarbeiten und die Kenntnis und Diskussion über das "Rote Wien" um weitere faszinierende Aspekte zu bereichern.

Mitwirkende

Direktion: Anita Eichinger
Kuratoren: Harald R. Stühlinger, Gerhard Murauer
Ausstellungsgestaltung: Alexander Kubik
Restaurierung und Werkstatt: Mirjam Bazan Castaneda, Liv-Solveig Wanek
Reproduktionen: Michael Burger, Alexandra Egger, Nicole Hebenstreit
Öffentlichkeitsarbeit: Suzie Wong

In Kooperation mit dem Wien Museum

Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Filmmuseums und des WIFAR - Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung

Publikation

Harald R. Stühlinger (Hg.): Rotes Wien publiziert - Architektur in Medien und Kampagnen
erscheint am 18. Juni 2020

Viele der in der Ausstellung gezeigten Objekte sind in unseren Digitalen Sammlungen unter der Rubrik "Rotes Wien" jederzeit abrufbar.

Begleitprogramm

Termine für aktuelle Führungen finden Sie hier.

Donnerstag, 16. Jänner 2020, Lesesaal der Wienbibliothek, 19:00 Uhr
Podiumsdiskussion: "Das Rote Wien ausstellen: Neue Fragen und Perspektiven" - Werner Michael Schwarz und Harald R. Stühlinger

Dienstag, 3. März 2020, Seminarraum der Wienbibliothek, 17:00 Uhr
Aus der Forschungswerkstatt: "Architektur und Bücher in der Zwischenkriegszeit" - Harald R. Stühlinger

Mittwoch, 4. März 2020, Musiksammlung der Wienbibliothek, Loos-Räume, 14:00 Uhr
Symposium: "Architekturpublizistik in Deutschland, den Niederlanden und Österreich in der Zwischenkriegszeit" - Roland Jaeger, Hans Oldewarris und Harald R. Stühlinger

Donnerstag, 2. April 2020, Seminarraum der Wienbibliothek, 17:00 Uhr
Aus der Forschungswerkstatt: "Das Red Vienna Sourcebook. Schlüsseltexte der Zweiten Wiener Moderne 1919-1934" - Ingo Zechner und Georg Spitaler

Donnerstag, 23. April 2020, Lesesaal der Wienbibliothek, 19:00 Uhr
Podiumsgespräch: "Architektur in Büchern - braucht es das noch?" - Thomas Madreiter, Sabine Pollak und Harald R. Stühlinger

Donnerstag, 18. Juni 2020, Lesesaal der Wienbibliothek, 19:00 Uhr
Buchpräsentation: "Rotes Wien publiziert - Architektur in Medien und Kampagnen"

Sammlung von Einzel- und Serienansichtskarten mit Bauten des Roten Wien, 1920er und 1930er Jahre. WBR, DS, A-358906 (Foto: Gerhard Bauer).
Publikationsreihe "Das Städtewerk": Das Neue Wien, 1926-1928. WBR, DS, B-72420/1-4 (Foto: Gerhard Bauer)
Kartenbeilagen zu Broschüren mit Darstellungen der Wohnbautätigkeit des Roten Wien, 1926 und 1931. WBR, DS, A-72518, A-79091 (Foto: Gerhard Bauer)
Konvolut von Drucken zwischen 1923 und 1931. WBR, DS, A-78067; B-72536 u.a (Foto: Gerhard Bauer)
Bildstatistisches Elementarwerk des Wirtschafts- und Gesellschaftsmuseums Wien. WBR, DS, d-258740 (Foto: Gerhard Bauer).
Broschüren zu Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien, 1920-1930er Jahre. WBR, DS, B-72536/1-47 (Foto: Gerhard Bauer).
Broschüre zu den Schulzahnkliniken der Gemeinde Wien, 1926. WBR, DS, A-155014 (Foto: Gerhard Bauer).