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Neu in der Benützung: Sammlung Gerhard Trenkler (ZPH 1754)

Karl Ziak, Elfriede Ott mit Blumen und Hans Weigel nach einer Aufführung (o.D.), ZPH 1754, Wienbibliothek im Rathaus

Was wären Autorinnen und Autoren ohne ihren Verlag? Hinter großen Namen wie Jeannie Ebner, Rudolf Henz, Fritz Hochwälder und Hans Weigel steht der Styria Verlag in Graz, der von 1972 bis 1994 von Gerhard Trenkler geleitet wurde.

1929 im nordböhmischen Reichenberg geboren, arbeitete sich Trenkler vom Hilfsarbeiter, Gläserwäscher und Werkstudenten zum Verlagsleiter empor. Neben seiner beruflichen Tätigkeit entwickelte er eine Leidenschaft für Kunst, die seit Mitte der 1960er-Jahre in einer intensiven Beschäftigung mit Kunstobjekten rund ums Herz ihren Ausdruck findet.

Die zwei Archivboxen umfassende Sammlung, die er der Wienbibliothek im Rathaus übergeben hat, beinhaltet jedoch Kunstwerke ganz anderer Art: Manuskripte, Korrespondenzen, Fotos und Zeitungsausschnitte von und zu Jeannie Ebner, Rudolf Henz, Fritz Hochwälder und Hans Weigel. Ein Typoskript von Hochwälders „Lazaretti oder Der Säbeltiger“ mit zahlreichen eigenhändigen Korrekturen und einer Widmung des Autors an seinen Verleger findet sich darin ebenso wie unveröffentlichte Werke – etwa Ebners vollständiges Prosa-Typoskript „Die Welt steht Kopf“ oder ein autobiographischer Entwurf Weigels mit dem eigenhändigen Incipit „Ich bin zu Fuss emigriert“.

Neben Briefen von Manès Sperber, Lotte Tobisch und Elfriede Ott zählt auch ein Blankoscheck zu den überlieferten Dokumenten, der dem Verleger mit der Bitte, Blumen zu besorgen, übergeben wurde – Trenklers liebstes Erinnerungsstück an Hans Weigel.


Blankoscheck von Hans Weigel, ZPH 1754, Wienbibliothek im Rathaus

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