Neue Aushebezeiten und Aushebemodalitäten seit 3. Juni 2024

Bestände im Rathaus und Rathausnähe
Bei einer Bestellung bis 9.00 Uhr erfolgt die Bereitstellung ab 14.00 Uhr am gleichen Tag. 

Bestände aus dem Außendepot (erkennbar an entsprechendem Vermerk im Online-Katalog)
Bestände aus dem Außendepot werden Montag, Mittwoch und Freitag ausgehoben. Bei einer Bestellung bis 9.00 Uhr erfolgt die Bereitstellung ab 14.00 Uhr am gleichen Tag.

Sie sind in:
„Die Hitze in diesen Tagen wird nachgerade unerträglich“ Das Wetter in den Sammlungen der Wienbibliothek
"Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben". Die Familie des Satirikers Karl Kraus

Ausstellung: „Die Hitze in diesen Tagen wird nachgerade unerträglich“. Das Wetter in den Sammlungen der Wienbibliothek

Das Wetter hat Menschen immer schon beschäftigt, konnte und kann doch (Über)Leben von einzelnen Wetterphänomenen abhängen – etwa beim Lebensmittelanbau oder bei Extremwettereignissen. Seit Jahrhunderten wird deshalb das Wetter beobachtet und aufgezeichnet. Die Menschen versuchen seine Entwicklung zu prognostizieren und zu beeinflussen. Zudem werden Wettererscheinungen künstlerisch, etwa in Musik und Literatur, aber auch im Rahmen der Produktwerbung rezipiert. Wie die Ausstellung (23. Mai bis 6. Dezember 2024) zeigt, spiegeln die Sammlungen der Wienbibliothek im Rathaus die vielfältigen Bezüge der Wiener*innen zum Thema Wetter wider, wie das titelgebende Zitat des Komponisten Hugo Wolf belegt. Weiterlesen

Ausstellung: "Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben". Die Familie des Satirikers Karl Kraus

Karl Kraus (1874–1936) legte sich bereits in jungen Jahren mit der Wiener Literaturszene, der österreichischen Gesellschaft und der deutschsprachigen Presse an. Über sein Privatleben wurde dabei kaum etwas bekannt. Weder wollte er durch Verwandte angreifbar werden noch ihm nahestehende Menschen durch seine radikalen Positionen angreifbar machen. Zahlreiche Materialien im Kraus-Archiv der Wienbibliothek im Rathaus belegen, dass Karl Kraus zeitlebens Teil des Lebens einer faszinierenden jüdischen Großfamilie war, über der heute der Schatten der Shoah liegt. Ausgehend von den Spuren, die sie im Leben ihres berühmten Sohnes, Bruders und Onkels hinterließen, werden in der Ausstellung (26. April bis 18. Oktober 2024) die Geschichten der Eltern, Geschwister, Nichten und Neffen erzählt. Weiterlesen

Webausstellung: Die Zerstörung der Demokratie. Österreich, März 1933 bis Februar 1934

Die Ausstellung „Die Zerstörung der Demokratie. Österreich, März 1933 bis Februar 1934“ endete Mitte Februar. Basierend darauf präsentieren wir nun unsere erste Webausstellung. Mit der Ausschaltung des Parlaments begann im März 1933 die Zerstörung der Ersten Republik. Die so beginnende Umwandlung Österreichs in einen autoritären Staat mit faschistischem Zuschnitt kam keineswegs plötzlich und verlief vorerst weder laut noch kämpferisch. Schrittweise, stets unter dem Anschein der Legalität, schaltete die Regierung Dollfuß zwischen März 1933 und Februar 1934 die Einrichtungen der Demokratie aus. Weiterlesen

Blog: Gegen Waffen und Grenzen. Josef Drachs Friedensprojekt in der Zwischenkriegszeit

Die Wienbibliothek im Rathaus verwahrt eine rote Ledermappe, in der sich auf 273 Blättern zahlreiche Unterschriften, Widmungen, Gedichte und Unterstützungserklärungen für eine paneuropäische Friedensidee befinden. Diese war vom jüdischen Antiquitätenhändler Josef Drach ins Leben gerufen worden. Die Mappe wurde 2008 im Zuge der Aufarbeitung noch unbearbeiteter Bestände aufgefunden. Weder in den Inventaren noch im Bestand selbst findet sich einen Hinweis auf die Herkunft des Konvoluts. Josef Drach, geboren am 12. März 1883 in Sereth, Bukowina (Siret, Rumänien), lebte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Wien, wo er eine Kunst- und Antiquitätenhandlung betrieb...Weiterlesen