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Aktuelle Schließzeiten

Am 14. November schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung um 17 Uhr. (Musik-)Handschriften und Nachlässe können deswegen nur bis 17 Uhr benützt werden. Für die restlichen Bestände werden Ersatzleseplätze zur Verfügung gestellt.

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Konzert Hannes Löschel Stadtkapelle: Winterreise

Hannes Löschel Stadtkapelle

Ort und Zeit

23. Oktober 2013, 19.30 Uhr
Loos-Räume der Wienbibliothek, Bartensteingasse 9, 1. Stock, 1010 Wien

Programm

Im Zentrum steht Franz Schuberts Liederzyklus "Die Winterreise".

  • Begrüßung: Thomas Aigner, Leiter der Musiksammlung
  • Konzert: Hannes Löschel Stadtkapelle - Klemens Lendl (Gesang), Hannes Löschel (Klavier), Walter Soyka (Harmonika), Karl Stirner (Zither), Matthias Koch (Schlagzeug), Thomas Berghammer (Trompete), Michael Bruckner-Weinhuber (Gitarre), Bernd Satzinger (Bass)
  • Anschließend Brot & Wein

Über Hannes Löschel Stadtkapelle

Winterreise eines unglückskranken Lebens. Seeleneis, keine Temperatur. Nicht anfangs diese belcantowärmenden "Gute-Nacht"-Akkorde, dieses Sich-Einrichten in einem vertrauten, komfortablen Kunstraum. Nein, "Wasserflut": die Klangkamera zoomt auf ein frierendes Ich, das kämpft mit Tränen im Schnee, der Puls pocht, aber bei den Gefühlen keine Spur von Gleichmaß. Ein musikalischer film noir gewissermaßen über die Abgründe des Franz Schubert. Der lyrische Monolog: von Klemens Lendl singend vorgetragen, aber im Sprachklang der Wiener Wirklichkeit, unglaublich cool, prägnant, authentisch. Die Instrumentalfarben: grandios geeignet, verschiedenste Klangwelten zu malen – vom Jahrmarktsillusionistenwalzer bis zum schweren Rockseelengewitter.

Hannes Löschel und seine Stadtkapelle knacken musikalische Konventionen, wobei ihnen vermutlich nichts ferner liegt als Provokation. Angesichts eines sängerfixierten saturierten Kunstliedbetriebs, einer selbstgenügsamen Volksmusiktraditionspflege und einer oft ziemlich selbstbezüglichen Improvisationsszene war es hohe Zeit, Alternativen zu entwickeln. WDR 3 als musikgeprägtes Kulturprogramm öffnete dafür gerne Saal und Sendeplätze. (Werner Fuhr, WDR 3 Musikkulturen)