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Veranstaltungen

Ausstellungseröffnung: „Ich weine jetzt nicht mehr“

Verschickte Kinder und die internationale Hilfe für Wien nach dem Zweiten Weltkrieg: „Ich weine jetzt nicht mehr“, schreibt die achtjährige Magda Engelmayr 1951 aus Antwerpen an ihre Mutter in Wien. Magda ist eines von etwa 100.000 Kindern, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Erholung in zahlreiche Länder Europas geschickt wurden. 

Zitat „Ich weine jetzt nicht mehr“ mit verschicktem Kind Magda in Antwerpen

Zeit und Ort

November 18 2026
Mittwoch, 18:30 Uhr

Lesesaal
Wienbibliothek im Rathaus
Eingang Lichtenfelsgasse 2
Stiege 6, 1. Stock
1010 Wien

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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Livestream

Hier finden Sie den Link zum Livestream.

Ausstellungseröffnung

Begrüßung:
Anita Eichinger
Direktorin Wienbibliothek im Rathaus

Eröffnung:
Barbara Novak
Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin, Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales

Einführung:
Bernhard Hachleitner
Kurator
Werner Michael Schwarz
Kurator

Podium: 
Katrin Pilz
Kuratorin
Christine Korntner
ehemals verschicktes Kind, Schweiz
Magdalena Gruber
ehemals verschicktes Kind, Belgien
Manfred Wagner
ehemals verschicktes Kind, Dänemark und Spanien

Über die Veranstaltung

Die Aufnahme der schwer unterernährten Kinder in tausenden Familien in halb Europa war Teil der zeitgenössisch als „gigantisch“ beschriebenen internationalen Hilfe für Wien. In Dänemark, Schweden, Norwegen, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Portugal oder Spanien verbrachten sie Monate, Jahre – manche blieben sogar ihr ganzes Leben. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die ehemals „verschickten“ Kinder und ihre Erinnerungen, die anders als im öffentlichen Gedächtnis bis heute im Privaten intensiv gepflegt werden. Davon zeugen sorgsam aufbewahrte Fotos, Zeichnungen, Spielsachen, Reisekoffer, Briefe oder Tagebücher.

Sie berichten von Heimweh und Fremdheitserfahrungen, von Sprach-, Religions- und Kulturwechsel, aber auch von neuer Geborgenheit, langjährigen Bindungen und engen Freundschaften. Sie stellen traditionelle Konzepte von Familie, Herkunft und Zugehörigkeit in Frage und bieten Narrative, die direkt an der Komplexität einer diversen gegenwärtigen Stadtgesellschaft anknüpfen.

Die Ausstellung geht aus dem Forschungs- und Vermittlungsprojekt „Wienerbørn. Die internationale Hilfe für die Wiener Kinder nach 1945“ hervor, das im Rahmen des Calls „Zeitgemäße Formen des Erinnerns“ von der Stadt Wien Kultur gefördert wurde.

Zur Ausstellung

„Ich weine jetzt nicht mehr“. Verschickte Kinder und die internationale Hilfe für Wien nach dem Zweiten Weltkrieg

EUR 29,–

Bernhard Hachleitner, Katrin Pilz, Werner Michael Schwarz
bahoe books (erscheint im November 2026)
ISBN 978-3-903478-79-4

Beitragsbild:
Sujet der Ausstellung und Publikation (Grafik: Lisa Ifsits)