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farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Virtuelle Ausstellung zum 100. Todestag von Karl Lueger

Eigenhändig signiertes Foto von Karl Lueger (Quelle: WBR, HS, Sign. H.I.N. 218982)

Über 100 Objekte aus dem Nachlass Luegers in den Sammlungen der Wienbibliothek online

Wien, 3. März 2010. Am 10. März 1910 starb der Wiener Fin de siècle-Bürgermeister Karl Lueger. Seine kommunalpolitischen Initiativen wirken bis heute nach; seine Persönlichkeit ist umstritten wie die kaum eines anderen Stadtoberhaupts. Aus Anlass des 100. Todestages gibt die Wienbibliothek im Rahmen einer virtuellen Ausstellung exemplarischen Einblick in ihre reichhaltigen Bestände zu Lueger und präsentiert Materialien zu Politik und Verwaltung der Zwei-Millionen-Metropole jener Zeit.

Der handschriftliche Nachlass Luegers in der Wienbibliothek umfasst weit über 1.000 Objekte, darunter Schulhefte, Zeugnisse, Fotos, berufliche und private Korrespondenzen, Huldigungsgedichte wie Schmähbriefe, Redekonzepte, Visitenkarten, kommunalpolitische Manuskripte wie auch Pressestimmen und offizielle Schreiben als Bürgermeister. In der Druckschriftensammlung werden über 500 Bücher aus der Bibliothek Luegers verwahrt, vor allem zahlreiche philosophische, juridische und literarische Werke. Zahlreich sind auch die thematischen Konvolute von Zeitungsausschnitten, etwa zum 60. Geburtstag oder zum Tod des Bürgermeisters, aber auch zum Thema Antisemitismus oder zum Lueger-Denkmal. Abgerundet werden diese Bestände durch Lueger gewidmete Musikdrucke und -handschriften, politische Plakate sowie zahlreiche Pressestimmen im Tagblatt-Archiv.

Die virtuelle Ausstellung ist in fünf Themenbereiche gegliedert, die jeweils neben einem einleitenden Text aus mehreren Bildergalerien bestehen.

  • Das Kapitel "Ausbildung und Beruf" präsentiert zahlreiche Mitschriften aus der Schul- und Studienzeit sowie Zeugnisse, aber auch Prozessakten und Gerichtskorrespondenzen des Anwalts Karl Lueger aus dem Nachlass.
  • "Auf dem Weg zur Macht" beschreibt die wechselhaften politischen Allianzen Luegers von den Liberalen über die "Vereinigten Linken" bis hin zur Christlichsozialen Partei, seine Hinwendung zu antisemitischen und religiös inspirierten Personen und Gruppen sowie die ersten politischen Schritte über die Wiener Stadtpolitik hinaus. Zahlreiche Notizen Luegers, Zeitungsmeldungen und Briefe an den Politiker bzw. von ihm bieten breite Orientierung über seine weniger bekannte Frühzeit.
  • Im Kapitel "Bürgermeister und Parteiführer" sind zahlreiche Fotos und Schriftstücke aus dem Alltag Luegers als Stadtoberhaupt zu sehen, gefolgt von Fotos seiner Weggefährten und Gegner. Ergänzend dazu finden sich im virtuellen Rundgang Objekte mit staatspolitischem Bezug, etwa zum Übertritt der Katholisch-Konservativen in die Christlichsoziale Partei, sowie Beispiele aus dem umfangreichen Material zu Krankheit und Tod des Politikers.
  • "Kommunalpolitische Projekte" gibt Einblick in die reichhaltige Literatur zur Verwaltung Wiens sowie über die politischen Schwerpunkte Luegers - von der Kommunalisierung der Grundversorgung über Initiativen im Gesundheits- und Sozialbereich bis hin zur Zentralsparkasse, deren Gründung ebenfalls in die christlichsoziale Epoche Wiens fällt.
  • Das letzte Kapitel "Mythos und Feindbild" widmet sich der Rezeption Karl Luegers von seiner Amtszeit bis hin in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Dabei wird auch der Aspekt Lueger und der Antisemitismus ausführlich mit Beispielen beleuchtet; andere Objekte zeigen die hohe Emotionalität, die ihm im Positiven wie im Negativen entgegenschlug.

Ort und Zeit

10. März 2010 bis 31. Mai 2010
rund um die Uhr zugänglich
URL: www.wienbibliothek-digital.at/ausstellung/lueger

Zum Kurator

Kurator der Ausstellung ist Christian Mertens, Historiker und Mitarbeiter der Wienbibliothek, der sich bereits im Rahmen mehrerer Publikationen mit dieser Epoche der Wiener Stadtgeschichte auseinandergesetzt hat.

Pressekontakt

Kurator Mag. Christian Mertens
Tel. +43 1 4000-84978
christian [dot] mertens [at] wienbibliothek [dot] at

Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Mag.a Suzie Wong
Tel. +43 1 4000-84926
oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at

Auszug aus dem Studienbuch Luegers; hier das Sommersemester 1865 (Quelle: WBR, HS, Sign. H.I.N. 218967)
Lueger mit seinen Vizebürgermeistern Josef Neumayer, Josef Porzer (1847-1914) und Heinrich Hierhammer (1857-1936) auf Ausflug in Breitenfurt am 16. September 1908 (Quelle: WBR, HS, Sign. H.I.N. 218980)
Walzer "Hoch Wien!", von Friedrich Ruprecht (Quelle: WBR, MS, Sign. MHf 21279)
Offizielle Parte der Stadt Wien (Quelle: WBR, HS, Sign. H.I.N.218992)