Zur Katalogübersicht

Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Wien Geschichte Wiki

Wien Geschichte Wiki

Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Sie sind in:

Sie sind hier

Wiener Vorlesung: Anton Kuh. Wiederentdeckung eines streitbaren Geistes

Walter Schübler (Hg.): Anton Kuh: Werke. Wallstein-Verlag 2016

Ort und Zeit

23. November 2016, 19 Uhr
Technische Universität Wien, Kuppelsaal
Karlsplatz 13, 1040 Wien

Programm

  • Begrüßung: Anna Steiger, Hubert Christian Ehalt
  • Anmerkungen zur Werkausgabe: Thedel von Wallmoden
  • Biographische Splitter: Walter Schübler
  • Lesung: Adi Hirschal

Zur Veranstaltung

"Nur nicht gleich sachlich werden! Es geht ja auch persönlich." (Anton Kuh)

Für Anton Kuh (Wien 1890 – 1941 New York), diesen Ausnahmefall von renitentem Geist, gab es "ein einziges argumentum ad rem" – "das argumentum ad hominem". Entgegen der verniedlichenden Rezeption im Zeichen anheimelnder Donaumonarchie-Nostalgie war der streitbare jüdische Intellektuelle keineswegs eine Wiener "Lokalgröße" – Stichwort "Kaffeehausliterat" –, sondern glossierte ganz nach seinem Lebensmotto die laufenden Wiener, Prager und Berliner Ereignisse und erfasste die Physiognomie der 10er-, 20er- und 30er-Jahre so luzide, wie er sie brillant zeichnete. Als bekennender Bohemien ließ der fulminante Stegreifredner keine Gelegenheit aus, das "Épater le bourgeois" geistlaunisch zu exerzieren. Er provozierte, legte den Finger auf den wunden Punkt, war programmatisch taktlos. "Linksler, Exzedent und Schmutzfink der Aufrichtigkeit" (Kuh über Kuh), wurde der hochpolitische Kopf, der in der publizistischen Auseinandersetzung mit den Nazis Kopf und Kragen riskierte, als "Kulturbolschewik" angefeindet. Seine Feuilletons, Theaterkritiken, Buchrezensionen und Glossen zum Tagesgeschehen dokumentieren sein hellwaches Verständnis für politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen. Sie nehmen sich, chronologisch gelesen, geradezu wie ein Index der bewegten Zeit aus, in der sie entstanden: tagesaktuelle Momentaufnahmen, die kein bisschen an Frische verloren haben – ungemein lebendig, frech und voll polemischer Verve.

Werkausgabe

Walter Schuh (Hg.): Anton Kuh: Werke
4264 Seiten, Leinen, Schmuckschuber
Wallstein Verlag 2016
ISBN 978-3-8353-1617-1

Bd. 1: Texte der Jahre 1908–1918, Nr. 1–299
Bd. 2: Texte der Jahre 1918–1923, Nr. 300–539
Bd. 3: Texte der Jahre 1923–1926, Nr. 540–839
Bd. 4: Texte der Jahre 1926–1930, Nr. 840–1099
Bd. 5: Texte der Jahre 1930–1933, Nr. 1100–1299
Bd. 6: Texte der Jahre 1933–1941, Nr. 1300–1498; Vl–V18
Bd. 7: Kommentar und Register

Mitwirkende

  • Walter Schübler, Publizist mit Schwerpunkt Biografik, lebt in Wien. Herausgeber der siebenbändigen "Werke" Anton Kuhs (Wallstein Verlag, Göttingen). Arbeitet derzeit im Rahmen eines FWF-Projekts an einer Monografie über den "Sprechsteller".
  • Adi Hirschal, Erzähler, Entertainer, Sänger, Schauspieler, Intendant
  • Anna Steiger, Vizerektorin der Technischen Universität Wien
  • Thedel von Wallmoden, Geschäftsführer Wallstein Verlag

Eine Wiener Vorlesung in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus, dem Wallstein Verlag in Göttingen und der Technischen Universität Wien

Kontakt und Anmeldung

MA 7 - Kulturabteilung der Stadt Wien
Telefon: +43 1 4000-88741 oder -88744
E-Mail: post [at] vorlesungen [dot] wien [dot] at (subject: Anmeldung%20Anton%20Kuh)