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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Symposion Frauen: Museum. Zwischen Sammlungsstrategie und Sozialer Plattform

Frauen:Museum. Grafik: Alexander Ach Schuh, Illustration: Martina Fuchs

Ort und Zeit

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 16 bis 22 Uhr
Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6 (Lift), 1. Stock, 1010 Wien

Zum Symposion

Wien hat kein Frauenmuseum.
Wien hat viele Frauenmuseen.
Jedes Museum sollte auch ein Frauenmuseum sein.

Museen verhandeln das kulturelle Erbe, sammeln die Gegenwart, sind Teil lokaler Identitätskonstruktionen, eröffnen künstlerischer Perspektiven und gesellschaftliche Anteilhabe. Wer und was wird ausgestellt? Wer und was wird nicht ausgestellt? Wie wird ausgewählt? Welche Rolle spielt die Öffentlichkeit? In der Institution Museum und der Praxis des Ausstellens stellt sich zentral die Frage der Geschlechterverhältnisse.

Das Symposion Frauen:Museum. Zwischen Sammlungsstrategie und Sozialer Plattform ist eine kritische Standortbestimmung des Verhältnisses zwischen Frauen und Museum im Sinne einer zukunftsorientierten Praxis.

Aktivistinnen, Bildungswissenschaftlerinnen, Forscherinnen, Historikerinnen, Kulturvermittlerinnen, Künstlerinnen, Kunsthistorikerinnen, Kuratorinnen und Museumsdirektorinnen erzeugen gemeinsam das Symposion als produktive Konstellation des Wissensaustausches. Die Diskutantinnen verschiedener Generationen kommen aus internationalen Frauenmuseen, aus feministischen Zusammenhängen, aus Kunstmuseen, aus Bildungseinrichtungen, aus der Kunst, aus Forschungsplattformen, sowie der Kulturvermittlung.

Zeitgnössische gesellschaftlich emanzipatorische und relevante Museumsarbeit sollte auf soziale Inklusion, auf geschlechtergerechte Produktion und Anteilhabe sowie auf innovative Formen der Verhandlung von Kunst, kulturellem Erbe und Geschichte ausgerichtet sein.

In drei Panels, die sich den Fragen von Kunst, Kulturvermittlung sowie Geschichte widmen, geht es um die Erörterung geschlechtergerechter, frauenspezifischer und feministischer Positionen. Es geht um Fragen der Anteilhabe, der Partizipation, der Repräsentation, der Kanonbildung und der Interventionspotenziale.

Die großteils selbstinitiierte Gründung von Frauenmuseen, die seit den 1980er Jahren von Deutschland über Senegal, Albanien, Argentinien, die USA, Korea bis Austrialien stattgefunden hat, verweist auf die komplexen Fragen von Geschlechtergerechtigkeit in Sammlungspolitiken, Repräsentation, Ausstellungspraxis und Geschichtskonstruktionen.

Teil des EU-Projekts Women's Museum - a cultural gender concept for Europe. Konzeption und Organisation, Gesellschaft für Kulturanalytik, Elke Krasny.

Programm

Begrüßung: Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus
Einführende Worte: Elke Krasny, Kulturtheoretikerin und Kuratorin, Wien
Statement: Mansoureh Shojaee, iranische Frauenrechtsaktivistin und Autorin, Mitinitiatorin des Iranian Women Museum.

17 bis 18 Uhr Frauen:Museum Sammlungsstrategien und Interventionen in den Kanon

  • Gudrun Ankele (Kunsthistorikerin, Teil der Künstlerinnengruppe Schwestern Brüll; Schwerpunkt: absolute Feminismus; Universität der Künste Berlin)
  • Petja Dimitrova (Künstlerin; Schwerpunkt: Migration und politischer Anitrassismus; Vorsitzende der IG Bildende Kunst Wien)
  • VALIE EXPORT (Medienkünstlerin, Performancekünstlerin, Filmemacherin, Kuratorin, Prof. Dr. h.c., Einspielung eines Audiostatements)
  • Daniela Hammer-Tugendhat (Kunsthistorikerin, Mitbegründerin der kunsthistorischen Genderforschung sowie der feministischen Kunstgeschichte; a.O. Univ. Prof, Universität für angewandte Kunst Wien)
  • Stella Rollig (Künstlerische Leiterin des Lentos Kunstmuseums Linz)
  • Moderation: Silvie Aigner (Kunsthistorikerin und freie Kuratorin, Wien)

18 bis 18:30 Uhr Erfrischungen

18.30 bis 19.30 Uhr Frauen:Museum. Zwischen Kuratieren und Sozialer Plattform

  • Carla Bobadilla (Künstlerin, Schwerpunkt: Postkolonialismus, Antirassismus, Wien)
  • Stefania Pitscheider (Direktorin des Frauenmuseums Hittisau)
  • Astrid Schönweger (Kuratorin, Museo delle donne i Merano/Frauenmuseum Meran; Koordinatorin des Netzwerks www.womeninmuseum.net
  • Petra Unger (Akademische Referentin für feministische Bildung und Politik, Expertin für Gender Studies und Feministische Forschung, Kulturvermittlerin, Wiener Frauenspaziergänge)
  • Moderation: Karin Schneider (Kunstvermittlerin, ritesinstitute. Institut zur Erforschung und Erschaffung von Ritualen und Zeremonien, Wien)

19:30 bis 20 Uhr Erfrischungen

20 bis 21 Uhr Frauen:Museum. In Geschichte Intervenieren. Frauenmuseum zwischen Sammeln und Bilden

  • Vida Bakondy (Historikerin, Schwerpunkt: Feministische Theorien und Migration)
  • Eva Geber (Autorin, Mitherausgeberin der AUF - eine Frauenzeitschrift; seit über 30 Jahren in der autonomen Frauenbewegung aktiv)
  • Edith Saurer (emeritierte Professorin für Neuere Geschichte Universität Wien; Gründerin der feministischen Zeitschrift L'Homme)
  • Li Gerhalter (Historikerin, Forschungsplattform Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte – Sammlung Frauennachlässe, Universität Wien)
  • Moderation: Marion Thuswald (Bildungswissenschaftlerin, Akademie der bildenden Künste Wien)

Ab 21.00 Empfang und moderiertes Gespräch in der Ausstellung "Frauenmuseen über Grenzen hinweg"