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farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Internationales Symposion Bilderbuch-Heimkehr? Remigration im Kontext

Ort und Zeit

18. bis 20. Februar 2015
18. Februar 2015: Institut für Germanistik der Universität Wien, Übungsraum 1, Universitätsring 1, 1010 Wien
19. und 20. Februar 2015: Loos-Räume der Wienbibliothek, Bartensteingasse 9/1. Stock, 1010 Wien

Zum Symposion

Nur sehr vereinzelt wurden Vertriebene offiziell durch die Nachkriegsregierungen Österreichs und Deutschlands zur Rückkehr eingeladen. Wenn sie sich doch entschieden zu kommen, sahen sich Remigrantinnen und Remigranten nicht nur Zerstörung und Mangel gegenüber, sondern auch verschiedensten Partialinteressen innerhalb des ökonomischen, politischen und strukturellen Wiederaufbaus. In einem durch den aufkommenden Ost-West-Konflikt auch ideologisch zunehmend aufgeladenen Feld nahmen Vorbehalte gegeneinander nicht ab.

Das Symposion stellt die Rückkehr von Exilantinnen und Exilanten in Bezug auf ihrer soziales, ökonomisches, mediales und politisches Umfeld sowie ihren Niederschlag in Kultur und Wissenschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung baut auf der bisher vielfach an Einzelschicksalen orientierten (österreichischen) Remigrationsforschung (mit ihren sozial- und kulturwissenschaftlichen Schwerpunkten) sowie den Erkenntnissen der längst etablierten Exilforschung auf. Sie will das Forschungsfeld internationalisieren, systematisieren und vermehrt auf strukturelle Fragen lenken, um so die vielfach konstatierten Forschungslücken schließen zu helfen sowie Impulse für die weitere Untersuchung dieses signifikanten, aber bisher vernachlässigten Phänomens in der Forschungslandschaft zu setzen.

Programm 18. Februar 2015

9.00 Begrüßung, Einführung

9.45 Kaffee

10.00 Spektrum der Ideologien. Moderation: Irene Messinger
Peter Pirker (Wien): Remigration aus dem politischen Exil: Chancen, Bedingungen und Grenzen im Nachkriegsösterreich
Robert Rosner (Wien): Kommunistische Remigration aus dem Westen
Alexander Pinwinkler (Salzburg): Remigration als eine Rückkehr zum Status quo ante? P. Thomas Michels OSB zwischen USA, Österreich und Deutschland

11.30 Mittagspause (Möglichkeit der Abklärung organisatorischer Fragen)

13.00 Traum vom Kommunismus. Moderation: Doris Neumann-Rieser
Georg Huemer (Wien): Der lange Weg zum „Ich bin ich“. Die Remigration der Bilderbuchautorin Mira Lobe
Ulrike Schneider (Potsdam): Remigration – Übersiedlung – Rückkehr: Der Schriftsteller Fred Wander und die doppelte Erfahrung der Rückkehr
Jana Buresova (London): No "Storybook Homecoming" in Post-war Czechoslovakia

14.30 Kaffee

15.00 Medien. Moderation: Jutta Vinzent (Birmingham)
Margit Reiter (Wien): Das „(Österreichische) Tagebuch“ als „intellektuelle Heimat“ für Linke, Juden und RemigrantInnen nach 1945
Jörg Thunecke (Nottingham): Von der „Roten Fahne“ zur „Welt am Sonntag“: die schillernde Karriere des Journalisten Bernhard Menne als Beispiel einer ‚geglückten‘ Remigration
Desiree Hebenstreit (Wien): Wo sich Remigration artikulierte. Die Zeitschrift „Plan“ in der österreichischen Nachkriegszeit

19.00 Keynote: Marita Krauss (Augsburg): Remigrationen – europäische Perspektiven. „Wiener Vorlesung“, ORF-RadioKulturhaus, Großer Sendesaal Argentinierstraße 30a, 1040 Wien Eintritt frei, Anmeldung über das Kartenbüro: Tel. 01-50170377, kartenbuero [at] orf [dot] at

Programm 19. Februar 2015

9.00 NACHKRIEGSMENTALITÄTEN
Moderation: Marita Krauss
Nikola Herweg (Marbach): Persilscheine und andere Zugeständnisse. Voraussetzungen und Bedingungen der Remigration
Kerstin Putz (Wien): „Zufällige Konstanz“. Günther Anders, Remigration nach Wien
Peter Roessler (Wien): Geschichtsbilder und Traditionsbildungen. Zurückgekehrte Theaterleute im historischen Fundus

10.30 Kaffee

11.00 LITERATUR I. Moderation: Günther Stocker
Christine Ivanovic (Wien): Rückkehr nach Wien – eine Frage der Generation? Hilde Spiel, Ilse und Helga Aichinger, Ruth Klüger
Evelyne Polt-Heinzl (Wien): Wenn die Zeitgeschichte die „Teile eines Lebens“ zersprengt. Friederike Manners Romanbericht „Die dunklen Jahre“
Olena Kormanicka (Poznan): Maria Berl-Lee: „Wanderin zwischen zwei Welten“

12.30 Mittagspause

14.00 LITERATUR II. Moderation: Peter Roessler
Sharon Weiner (Chicago): Leo Perutz: From celebrated novelist to forgotten author. A remigration enigma
Wynfrid Kriegleder (Wien): Charles Sealsfield, Armand Strubberg, Heinrich Boernstein: USA-Emigration und Remigration bei drei Schriftstellern des 19. Jahrhunderts
Günther Stocker (Wien): „Wer ruft ihn zurück? Niemand!“ Robert Neumanns schwierige Remigration in die deutschsprachige Literatur

15.30 Kaffee

16.00 SELBST- UND FREMDBILDER. Moderation: Katharina Prager
Karin Bischof (Wien): Rhetorische Darstellungen von NS-verfolgten EmigrantInnen in Plenumsdebatten des österreichischen Parlaments nach 1945
Josefin Frangione (Como): Italienische RemigrantInnen im Kontext. Ein Überblick
Dagmar Heißler (Wien): „Nach Rückkehrern besteht kein Verlangen, nach solchen mit anerkannten Namen am allerwenigsten“. Der Schriftsteller Ernst Lothar: Rückkehr nach Wien 1946
Milena Mrkvicka (Wien): Identitätsproblematik jüdischer RemigrantInnen im Vergleich Österreich und BRD

19.00 Lesung/Gespräch
Susanne Bock: Heimgekehrt und fremd geblieben. Eine alltägliche Geschichte aus Wien 1946 und 1955 (2003)
Lesung: Katrin Grumeth
Gespräch mit Susanne Bock, Moderation: Wolfgang Straub
Im Anschluss Brot & Wein

Programm 20. Februar 2015

9.00 RÜCKKEHR? NICHT-RÜCKKEHR?. Moderation: Nikola Herweg
Irene Nawrocka (Wien): Die Frage der Rückkehr in autobiographischen Texten von ÖsterreicherInnen im schwedischen Exil
Françoise Kreissler (Paris): Remigration aus China. Die gesellschaftspolitischen Kontexte im Shanghai der Nachkriegszeit (1945–1950)
Philipp Mettauer (St. Pölten): „Volver“. Von Südamerika zurück­gekehrt? Lebensgeschichtliche Interviews mit österreichisch-jüdischen RemigrantInnen

10.30 Kaffee

11.00 ORGANISATION – BÜROKRATIE. Moderation: Peter Pirker
Gabriele Anderl (Wien): Rückkehr in organisierten Transporten: Shanghai, Palästina, Karaganda
Marion Löffler (Wien): Restitution: Wiedergutmachung in der Sprache der Alliierten
Irene Messinger (Wien): Flucht mittels Scheinehe und ihre Folgen nach der Rückkehr

12.30 Mittagspause

14.00 UNIVERSITÄT. Moderation: Margit Reiter
Andreas Huber (Wien): Die 1938 vertriebenen und emigrierten Lehrenden der Universität Wien im Wissenschaftsbereich der Zweiten Republik
Katharina Kniefacz (Wien), Herbert Posch (Wien): Bildungsbiografien und Emigration/Remigration. Die Wiener Studierenden von 1938 und das Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938
Christoph Mentschl (Wien): Der lange Weg zurück. Die späte Remigration des Karl R. Stadler

15.30 Kaffee

16.00 IMPORT. Moderation: Wolfgang Straub
Marlen Eckl (São Paulo, Frankfurt/Main): „Brasilien ist kaum erforscht“. Remigranten als Kulturvermittler im Nachkriegseuropa
Matthias Marschik (Wien): Steilpass zur Rückkehr: Leo Schidrowitz
Katja Stuckatz (University Park): „Meine Gefangenschaft, die meine Befreiung war“. Ernst Jandl kehrt heim

Organisation

Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Wiener Vorlesungen, Wienbibliothek im Rathaus
Konzept, Organisation: Katharina Prager, Wolfgang Straub

Unterstützt von:
FWF – Der Wissenschaftsfonds
Zukunftsfonds der Republik Österreich
Kulturabteilung der Stadt Wien, MA 7 – Wissenschafts- und Forschungsförderung
Österreichische Forschungsgemeinschaft