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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Geburtstagsfeier für Hilde Schmölzer und Finissage der Ausstellung "Das böse Wien der Sechziger"

Hilde Schmölzer und einige ihrer Arbeiten.

Ort und Zeit

Mittwoch, 25. Jänner 2017, 19:00 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus,
1010 Wien, Eingang Lichtenfelsgasse 2,
Stiege 6, (Glaslift), 1. Stock

Zur Veranstaltung

Die Autorin, Journalistin und Fotografin Hilde Schmölzer feiert am 25. Jänner 2017 ihren 80. Geburtstag in der Wienbibliothek im Rathaus inmitten ihrer Fotoausstellung "Das böse Wien der Sechziger", die im Rahmen des Fotofestivals "eyes on. Monat der Fotografie" im Oktober 2016 eröffnet wurde.

Die Handschriftensammlung der Wienbibliothek übernahm 2012 den Vorlass von Hilde Schmölzer, der neben vielen Materialien ihrer umfangreichen publizistischen Tätigkeit eine große Sammlung an Negativen der von ihr porträtierten Künstlerpersönlichkeiten aus den 1960er und 1970er Jahren sowie fotografische Reisereportagen enthält.

Hilde Schmölzer hat sich Zeit ihres Lebens intensiv mit Frauengeschichte und Frauenbiografien beschäftigt. Die Publikationsliste zeigt zahlreiche Titel zur Geschichte der Frauenbewegungen, die Betrachtung berühmter weiblicher Liebespaare bis hin zu biografischen Arbeiten, etwa die Geschwisterbeziehung Georg und Margarethe Trakl, oder "Die Frauen um Karl Kraus" (2015). Barbara Klein spricht mit der Jubilarin über das Leben, über ihr reiches journalistisches und schriftstellerisches Werk und über künftige Buchprojekte.

Programm

  • Begrüßung: Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der Wienbibliothek
  • Gespräch: Hilde Schmölzer im Gespräch mit Edith Stohl (Regisseurin, Vorsitzende Frauen-Netzwerk Medien)
  • Lesung: Ruth Rieser und Hilde Schmölzer aus: Das Vaterhaus. Eine biografische Erzählung von Hilde Schmölzer (1. Auflage 2000 Edition Doppelpunkt, Wien), Kitab-Verlag Klagenfurt-Wien 2007
  • Anschließend lädt die Wienbibliothek zu Brötchen & Wein

Zur Ausstellung

Als die Fotos dieser Ausstellung Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre entstanden, lebte Hilde Schmölzer in München, wo sie 1956 bis 1958 die Bayerische Staatslehranstalt für Fotografie besuchte. Sie sehnte sich nach Wien zurück, es erschien ihr durch die Distanz vielschichtiger und schillernder als die bayerische Landeshauptstadt, ein Sammelbecken großer Geister von einer sehr spezifischen, heute zum Teil bereits verloren gegangenen Eigenart, und alter, imperialer Tradition. Sie begann als Journalistin und Fotografin regelmäßig nach Wien zu fahren, um über Wiener gesellschaftliche und künstlerische Entwicklungen für deutsche, aber auch österreichische Zeitungen und Zeitschriften zu berichten. Im Rahmen der Interviews fotografierte Hilde Schmölzer zahlreiche Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen Malerei, Literatur, Kabarett, Film und Musik, und es entwickelte sich über die Jahre eine herausragende Sammlung an Schwarz-Weiß-Portraitfotografien.

Mehr zur Ausstellung.

Zur Jubilarin

Hilde Schmölzer, geboren 1937 in Linz, aufgewachsen in Steyr. Nach der Matura Besuch der zweijährigen Staatslehranstalt für Fotografie in München. Nebenbei Schauspielschule Zerboni. Ein halbes Jahr Arbeit in einem Wiener Fotoatelier. Anschließend Studium der Kunstgeschichte und Publizistik in Wien, weiter Schauspielunterreicht, Eignungsprüfung Sektion Bühnenangehörige, Mitglied einer Pantomimegruppe, Promotion 1966. Etwa 25 Jahre freiberufliche Journalistin und Fotografin für österreichische und deutsche Zeitungen und Zeitschriften. Als solche halb Europa bereist, zahlreiche Reiseberichte und Fotoveröffentlichungen. Arbeit beim ORF. Ein halbes Jahr Aufenthalt in Indien. Sechs Jahre in München. Seit 1990 ausschließlich als Autorin tätig mit Schwerpunkt Frauengeschichte und Frauenbiographien. Bis jetzt fünfzehn Bücher mit Schwerpunkt Frauengeschichte und Frauenbiographien und einen Gedichtband publiziert. "Phänomen Hexe" (1986) und "Die verlorene Geschichte der Frau" (1990) waren Bestseller. Alleinerzieherin, ein Sohn.

Ab 1992 Mitglied des PEN, in den letzten Jahren im Vorstand, im Frühjahr 2000 wegen politischer Differenzen ausgeschieden. Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung, der IG Autorinnen/Autoren, des Österreichischen Schriftstellerverbandes und des Literaturkreises Podium, Mitinitiatorin des österreichischen Frauenvolksbegehrens. 2008 Verleihung des Berufstitels "Professorin" durch den Bundespräsidenten. Zuletzt (2015) erschienen: "A schöne Leich. Der Wiener und sein Tod" (HAYMONtb), "Die Pest in Wien" (HAYMONtb) und "Frauen um Karl Kraus" (Kitab Verlag).

Peter Turrini. Foto: Hilde Schmölzer
Lotte Ingrisch. Foto: Hilde Schmölzer
H.C. Artmann. Foto: Hilde Schmölzer
Rituelle Waschung am Ganges (1967). Foto: Hilde Schmölzer