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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Die Wienbibliothek erwirbt den Nachlass von Hubert Fabian Kulterer

Hubert Fabian Kulterer. Foto: Wienbibliothek

Wien, 21. Juli 2010. Die Wienbibliothek im Rathaus hat im Juli 2010 den Nachlass des Dichters und Aktionskünstlers Hubert Fabian Kulterer angekauft.

Kulterer, 1938 in Klagenfurt geboren, inskribierte nach der Matura Deutsche Philologie an der Universität Wien und promovierte 1965. Schon während des Studiums tauchte er in die Wiener Künstler- und Avantgardeszene ein und pflegte intensive Kontakte zu Ernst Fuchs, H. C. Artmann und Konrad Bayer. Diesen und anderen bot Kulterer mit der seit 1961 erscheinenden Zeitschrift "Eröffnungen" eine Veröffentlichungsplattform, die sowohl graphisch wie inhaltlich zu den interessantesten österreichischen Zeitschriftenprojekten zählte. Das Archiv dieser Zeitschrift macht einen großen Teil des Nachlasses aus.

Weitere interessante Materialien sind die teils unveröffentlichten Texte von H.C. Artmann, Skizzen und Tagebucheintragungen von Hannes Schneider (dieser war einige Jahre lang Redakteur bei den "Eröffnungen"), zumal sie wertvolle Ergänzungen zu den Nachlässen Artmann und Schneider darstellen, die 2004 bzw. 2006 von der Wienbibliothek erworben wurden. Weiters finden sich im Nachlass Korrespondenzen und Texte von Wolfgang Bauer, Konrad Bayer, Raoul Hausmann, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Heidi Patacki und Gerhard Rühm, sowie Briefe und Material zu weiteren Wiener und internationalen KünstlerInnen. Seiner Sammlung an Büchern, Briefen, Autographen und Kunst eilte schon zu Lebzeiten ein gewisser Ruf voraus, vor allem deshalb, weil die Massen des Sammelguts ihn dazu zwangen, im einzig papierfreien Platz seiner Wohnung zu nächtigen: der Badewanne. Dort fand man ihn, wie Gerhard Ruiss in seinem Nachruf berichtet, am 24. April 2009 tot auf. Dieser Nachlass ist aufgrund seiner unglaublichen Vielfalt an Materialien für die Forschung, für Ausstellungen und Buchprojekte ein großer Gewinn für die Wienbibliothek.

Pressekontakt

Marcel Atze
Handschriftensammlung Wienbibliothek
Tel. +43 1 4000-84941
marcel [dot] atze [at] wienbibliothek [dot] at

Suzie Wong
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +43 1 4000-84926
oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at