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Zeit und Ort
ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
Anmeldung
Livestream
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Gespräch
Begrüßung:
Veronica Kaup-Hasler
Stadträtin für Kultur und Wissenschaft
Vortrag:
Eva Umlauf
Ärztin, Psychotherapeutin und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees
Anschließendes Gespräch:
Eva Umlauf und Alexandra Föderl-Schmid
Moderation:
Alexandra Föderl-Schmid
Frankreich-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung
Zur Veranstaltung
Das Bewusstsein für die Schrecken des Holocaust schwindet in allen Bereichen. Gleichzeitig gibt es immer mehr gewalttätige antisemitische Übergriffe.
Eva Umlauf ist Vorsitzende des Internationalen Auschwitz Komitees und eine der letzten Zeitzeug*innen. Die Ärztin und Psychotherapeutin beschäftigt sich auch mit Traumata der Judenverfolgung.
Für sie ist „Auschwitz eine Wunde, die nie heilt“. Sie benennt klar, warum rasches Handeln erforderlich ist, um autoritären Kräften nicht noch mehr Raum zu gewähren. Andererseits ist sie zuversichtlich, dass es wirklich bei „Nie wieder!“ bleibt.
Eva Umlauf wurde 1942 in Novaky, einem „Arbeitslager für Juden“ in der Slowakei, geboren. Im Alter von zwei Jahren wurde ihr im November 1944 die Nummer A-26959 auf den linken Unterarm tätowiert. Sie überlebte das KZ Auschwitz, später studierte sie Medizin in Bratislava. Nach ihrer Promotion in Kinderheilkunde ging sie 1967 nach München, wo sie als Klinikärztin arbeitete. Später betrieb sie eine Kinderarztpraxis, bis heute ist sie als Psychotherapeutin tätig. Im Sommer 2025 übernahm sie das Amt der Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees.
Alexandra Föderl-Schmid ist ehemalige Nachrichtenchefin und aktuell Frankreich-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung. Von 2017 bis 2020 berichtete sie als Korrespondentin der SZ aus Israel und den palästinensischen Gebieten. Vor dem Wechsel zur SZ war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin und später auch Co-Herausgeberin der österreichischen Tageszeitung Der Standard und des Nachrichtenportals derStandard.at. Sie studierte Publizistik, Politikwissenschaft und Geschichte und ist im Board des Reuters Institute for the Study of Journalism in Oxford. Sie wurde mit dem Kurt-Vorhofer-Preis für Politikjournalismus, dem österreichischen Verfassungspreis, dem Ari-Rath-Preis und dem Menschenrechtspreis des Roten Kreuzes ausgezeichnet.