Direkt zum Inhalt
English Stadt Wien Logo

Veranstaltungen

Christine Karner: „Dies mein zweites Leben soll nicht gemordet werden.“

Christine Karners Biografie von Elise Richter führt von der Herkunft der jüdischen Familien Richter und Lackenbacher über die Kindheit von Helene und Elise bis zu deren Tod im Konzentrationslager Theresienstadt – wobei stets die Tagebücher im Zentrum stehen.

Portrait Elise Richter

Zeit und Ort

Oktober 06 2026
Dienstag, 18:15 Uhr

Fachbibliothek Romanistik
Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2–4, Hof 8.1
1090 Wien

Anmeldung

Keine Anmeldung erforderlich.

Livestream

Für diese Veranstaltung gibt es keinen Livestream.

Buchpräsentation

Begrüßung und Einführung:
Silvia Antoneanu
Fachbibliothek Romanistik, Universitätsbibliothek Wien
Stephan Müller
Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

Vortrag:
Christa Hämmerle
Historikerin und Herausgeberin
Marlen Bidwell-Steiner
Institut für Romanistik der Universität Wien
Kyra Waldner
Wienbibliothek im Rathaus

Moderation:
Claudia Leitner
Institut für Romanistik der Universität Wien

Über die Veranstaltung

Elise Richter (1865-1943) ist eine für die Universitätsgeschichte besonders bedeutsame Frau. Sie wurde nicht nur zu einer Pionierin des ab 1897 schrittweise zugelassenen Frauenstudiums an der Universität Wien, sondern auch die erste habilitierte Wissenschaftlerin im deutschsprachigen Raum (1905) und eine weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannte Romanistin. Im „Dritten Reich“ galt sie als „Rassejüdin“; sie wurde entrechtet und schließlich mit ihrer Schwester Helene Richter im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo die beiden elendiglich umkamen.

In all diesen Jahren hat Elise Richter Tagebuch geführt und damit ein besonders reichhaltiges Quellenkorpus hinterlassen, das von Christine Karner (1951-2022) in jahrelanger Arbeit erstmals umfassend ausgewertet wurde. Ihre Biografie führt von der Herkunft der jüdischen Familien Richter und Lackenbacher und der Kindheit Elise Richters über die verschiedenen Stationen ihres Studiums und des mit vielen Hindernissen belegten wissenschaftlichen Werdegangs hin zu den Schreckensjahren im Nationalsozialismus - wobei stets die Tagebücher im Zentrum stehen, aus denen durchgehend und dicht zitiert wird.

So werden bisherige Forschungen oder Lesarten zu Elise Richters Biografie erweitert und neue Blickweisen auf die so wichtige Pionierin an der Universität Wien zur Diskussion gestellt.

Eine Veranstaltung des Instituts für Romanistik der Universität Wien.

Beitragsbild:
Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-008670