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Schreiben für den Fortschritt - Die Feuilletons der Arbeiter-Zeitung

AZ-Chefredakteur Friedrich Austerlitz bei einer Rede. Foto: Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung

Ort und Zeit

25. März bis 14. Mai 2010
Lesebereiche der Wienbibliothek
Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien
Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Freitag 9 bis 16.30 Uhr
Eintritt frei

Zur Ausstellung

Die Ausstellung fokussiert die Kunst- und Kulturkritik der Arbeiter-Zeitung und beleuchtet dabei wie beiläufig, die Geistes- und Kulturgeschichte Österreichs von Beginn des 20 Jahrhunderts bis zum Bürgerkrieg 1934. Aufstieg und Etablierung der Arbeiterbewegung, sind dabei ebenso Thema wie die großen Kulturkämpfe des Endes der Monarchie sowie der Ersten Republik, bei denen die Arbeiter-Zeitung meist die Rolle des Verteidigers der Avantgarden, des Neuen und Progressiven über hatte. Die Arbeiter-Zeitung (AZ) nahm vor allem in der I. Republik eine einzigartige Position, in der Entwicklung von Filmkritik, der Qualität der Fortsetzungsromane sowie der Auseinandersetzung mit Moderner Musik ein. Fritz Rosenfelds Filmkritik ist die erste, in regelmäßiger Form erscheinende Auseinandersetzung mit Film und der Kinoindustrie. Mit "Die Welt des Films" etablierte er eine eigene Rubrik, die sich nicht nur mit den neuerscheinenden Kinofilmen auseinandersetzte, sondern die sich generell mit der Filmindustrie beschäftigte und versuchte, die Filme aus einem proletarischen Nützlichkeitsaspekt heraus zu kritisieren. Vor allem in der Ersten Republik waren ideologisch motivierte Auseinandersetzungen mit der so genannten bürgerlichen Presse über Filme – insbesondere Antikriegsfilme oder das sowjetische Kino – wesentlicher Teil einer sich politisch verstehenden Filmkritik.

Die Musik- und Theaterkritik wurde von Engelbert Pernerstorfer und David Joseph Bach entscheidend geprägt und zu einem Ort offener, interessanter und vor allem intelligenter Auseinandersetzung mit modernem Theater und zeitgenössischer Musik weiterentwickelt. Auch die Literaturvermittlung nahm einen gewichtigen Platz ein. Sie wurde geprägt von großen Namen wie Ernst Fischer, Jura Soyfer sowie den Arbeiterdichtern, Petzold, Kramer und Oskar Maria Graf. Die Fortsetzungsromane in der Arbeiter-Zeitung spiegeln den Anspruch des Mediums als Volksbildungsinstrument wieder. So findet sich hier Weltliteratur wie zum Beispiel von Victor Hugo, Upton Sinclair, Jack London oder Joseph Roth.