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22. Mai 2012, 19.00 Uhr

Ravagiana: Hermann Leopoldi und die neuen Medien
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für (Musik)handschriften am 22. Mai 2012
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Am 25. Mai 1862 starb Johann Nepomuk Nestroy in Graz.
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"[...] daß er die Namen der Frauen auch in seinem Adressbuch aufnähme." Initiativen zur Vernetzung in Frauenbewegungen.

30. März 2011, 18.30 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
Eingang Lichtenfelsgasse 2
Stiege 6 (Lift), 1. Stock, 1010 Wien

Vortrag und Führung durch die Ausstellung: „Die Vermessung Wiens. Lehmanns Adressbücher 1859-1942“

Es sprechen Corinna Oesch (Zeithistorikerin, Wien) und Nina Linke (Wienbibliothek im Rathaus)

Im Rahmen der laufenden Ausstellung werden die von Adolph Lehmann ab 1859 herausgegebenen Wiener Adressbücher als spannende Forschungsquelle vorgestellt, die nicht nur Auskunft über die Einwohner der Stadt geben, sondern auch wichtige stadthistorische Veränderungen, die Entwicklung des öffentlichen Sektors, der Berufe und Branchen und die politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Die Ausstellung zeigt neben dem „Lehmann“ auch seine Vorläufer und Konkurrenten, internationale Vorbilder, frühe Stadtbeschreibungen und Reiseführer. „Die Wohnungen sämmtlicher Einwohner von Wien und dessen Umgebung [...] nachzuweisen“ war das erklärte Ziel des Einwohnerverzeichnisses, das Dienstboten, Gewerbegehilfen, Tagelöhner und Nicht-Selbständige EinwohnerInnen der Stadt aber zugleich von Anfang an ausschloss. Auch ein Großteil der Wiener Frauen blieb vom Adressbuch unbeachtet, weil der Status des Haushaltsvorstandes entscheidendes Aufnahmekriterium war.
Protagonistinnen der Ersten Frauenbewegung initiierten deshalb 1903 ein Gegenprojekt zu Lehmanns' Wohnungsanzeiger, in dem Frauen ohne den Status des Haushaltsvorstandes bekanntlich keine Aufnahme fanden. Mit der Institutionalisierung eines alphabetischen Zettelkatalogs im Neuen Frauenklub wählten sie ein Speichermedium, das dem Inhalt und der Form nach eine Alternative zum edierten Adressbuch darstellte: Die Karteikarten enthielten Namen und Adressen von Frauen und konnten ausgetauscht und ergänzt werden, um der Unabgeschlossenheit der Information und dem Bedürfnis nach Aktualität gerecht zu werden. Die Zeithistorikerin Corinna Oesch analysiert in ihrem Vortrag Initiativen der Vernetzung in Frauenbewegungen vor und nach dem Ersten Weltkrieg.