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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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"Niemand". Uraufführung in der Josefstadt

Florian Teichtmeister (Fürchtegott Lehmann), Gerti Drassl (Ursula), Raphael von Bargen (Fremder). Bild: Jan Frankl

Ort und Zeit

Uraufführung 1. September 2016, 19.30 Uhr (ausverkauft)
Theater in der Josefstadt
Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Weitere Termine im Spielplan des Theaters

Zum Stück

Im Mietshaus des Wucherers Fürchtegott Lehmann tummelt sich ein Potpourri an Menschen, die durch die Wirtschaftskrise an den Rand der Existenz gedrängt werden. So trifft man auf den Musiker Klein, der vor der Delogierung steht, weil er den Mietzins nicht mehr zahlen kann. Weiters gibt es den brutalen Zuhälter Wladimir, der aus dem Elend der anderen Profit schlägt. Die Dirne Gilda, die ihm hörig ist, verkauft ihren Körper, weil die Liebe allein nicht satt macht. Auch die verzweifelte Ursula ist kurz davor, auf den Strich zu gehen, lernt aber den Hausherrn Lehmann kennen. Viel zu schnell willigt sie in eine Heirat mit dem zutiefst abstoßenden und verbitterten Menschen ein.

Geschichte

"Niemand - eine Entdeckung: Die Spur reicht zurück bis in die Mitte der neunziger Jahre. Damals tauchte das unscheinbare Typoskript bei einem Auktionshaus in Pforzheim auf. Der Preis war gering, es gab nur einen einzigen Bieter. Niemand außer ihm schien bemerkt zu haben, dass es sich bei dem Typoskript um ein unbekanntes Stück des Dramatikers Ödön von Horváth handelte. Niemand kannte den Inhalt dieses Stücks, niemand wusste von seiner Existenz, und bis heute vermag niemand zu sagen, warum ein vollständig erhaltenes Theaterstück eines der meistgespielten Dramatiker des zwanzigsten Jahrhunderts nie publiziert, nie aufgeführt wurde und vollkommen in Vergessenheit geriet. Nichts wissen wir über die näheren Umstände der Entstehung, nichts über die Pläne und Absichten, die Ödön von Horváth und sein Verlag verfolgten. Nahezu alles, was mit diesem Stück zusammenhängt, muss uns rätselhaft erscheinen. Angefangen mit dem Titel des Dramas. Er lautet: Niemand". (Hubert Spiegel 2015)

Im Herbst 2015 kaufte die Wienbibliothek im Rathaus das weltweit einzige bekannte Exemplar bei einer Auktion. Das 95 Blatt umfassende, hektographierte Typoskript mit eigenhändigen Korrekturen von Ödön von Horváth galt als verschollen. Es stammt aus der Frühzeit des Autors und wurde 1924 vom Theatervertrieb des Avantgarde-Verlags "Die Schmiede" angenommen. Der Thomas Sessler Verlag vertritt nun die Rechte.

Weitere Informationen auf der Website des Theaters in der Josefstadt und in unserer Presseaussendung vom 25. September 2015!

Presseberichte (Auswahl)

Ödön von Horváth: Niemand. Berlin 1924. Wienbibliothek, Signatur H.I.N.-245765
Sylvia Mattl-Wurm, Leiterin der Wienbibliothek und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny präsentieren das bisher unbekannte Stück von Ödön von Horváth. Foto: Kromus / PID