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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Das Abenteuer des Prinzen Villamongo. Ein Puppenspiel in 3 Szenen von Marius Szudolski

"Villamongo" wird im Kabinetttheater fortgesetzt.

Ort und Zeit

9. Mai 2015, 20 Uhr
10. Mai 2015, 17 Uhr
13. Mai 2015, 20 Uhr
14. Mai 2015, 20 Uhr
15. Mai 2015, 20 Uhr
17. Mai 2015, 17 Uhr und 20 Uhr
Kabinetttheater, Porzellangasse 49 (im Hof), 1090 Wien

Zum Stück

Das Manuskript "Das Abenteuer des Prinzen Villamongo" von Marius Szudolski lagert in der Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus. Im Rahmen der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, "Es ist Frühling, und ich lebe noch", wurde das Puppenspiel in den Räumlichkeiten der Wienbibliothek uraufgeführt (Jänner 2015). Die Vorstellungen waren so überbucht, dass sich das Kabinetttheater entschlossen hat, diese Inszenierung im eigenen Theaterraum zu zeigen: Lassen Sie sich überraschen, wie die einzelnen Szenen im Raum des Kabinetttheaters integriert werden und damit den bisherigen Rahmen der Aufführungen in der Porzellangasse 49 erweitern.

Sibirien, Sretensk, Winter 1916. "Ein tiefes Verließ im Schlosse des Königs, die vier nackten Wände, nur zwei Holzpritschen, ein Krug Wasser. Im Hintergrunde in Übermannshöhe ein kleines vergittertes Fenster, welches auf den Garten des Schlosses hinausgeht. Der Prinz und sein Diener Kasperl sitzen auf den Pritschen." Mit diesem trostlosen Szenario eröffnet Marius Szudolski (1879–1961) ein Puppenspiel, das er im Winter 1916 im sibirischen Lager Sretensk geschrieben hat.

Der Jurist, der von 1902–1906 am Wiener Konservatorium bei Hermann Grädener, Louis Thern und Josef Hofmann auch Musik studiert hatte, meldete sich 1915 als Einjährig-Freiwilliger zum 25. Landwehr-Infanterieregiment und geriet bald in russische Gefangenschaft. In Sretensk, wo bis 1897 die Transsibirische Eisenbahn endete, sollte Szudolski bis 1921 interniert bleiben. Im Jahr darauf wurde er Professor an der Wiener Musikakademie. In Sibirien war das größte Leid der Hunger, was die Essensphantasien der Lagerinsassen beflügelte. So auch jene des Kasperl, der unter widrigsten Umständen von allerlei Köstlichkeiten träumt. Zusammen mit dem Prinzen meistert er halsbrecherische Abenteuer, die ein glückliches Ende nehmen: Es siegt die Liebe, und es erwartet die Helden ein neues Leben in Freiheit, in der alle Delikatessen zur Verfügung stehen.

Mitten in den Gräueln des Ersten Weltkriegs ist dieses Stück eine kleine Schrift voller Komik, Zärtlichkeit und Hoffnung auf die unversehrte Rückkehr in die Heimat.

Mitwirkende

Spiel: Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta, Walter Kukla, Alban Beqiraj
Erzählerin: Julia Reichert
Musik/Komposition: Marie-Theres Stickler
Bühne, Figuren: Maxe Mackinger, Julia Reichert
Kostüm: Burgis Paier
Technik: Kolja Meierhofer
Regie: Thomas Reichert

Neben dem legendären Kabinettt-Schnittlauchbrot erwartet Sie eine kulinarische Überraschung: Das Rezept dazu erfahren Sie im dritten Akt.