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farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Vom Werden der Wiener Ringstraße

Ort und Zeit

30. April 2015 bis 15. Jänner 2016
Montag bis Donnerstag (werktags) 9.00-18.30 Uhr
Freitag (werktags) 9.00-16:30 Uhr

Ausstellungskabinett und Foyer der Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien
Eintritt frei!

Zur Ausstellung

Am 1. Mai 1865 wurde das erste Teilstück der neu projektierten Ringstraße feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Auf den Tag genau sieben Jahre nach der Eröffnung des Franz-Josefs-Kais standen beiderseits des neuen Boulevards zwischen Schwarzenbergplatz und Burggarten geschlossene Reihen von repräsentativen und mondänen Palais.
Der erste Monumentalbau, das k. k. Hofoperntheater, harrte noch seiner Fertigstellung, ein Umstand, welcher das Ministerium des Innern nicht davon abhielt, einen feierlichen Festakt zur Eröffnung der Ringstraße vor dem Burgtor zu begehen.
150 Jahre später blicken wir auf die wechselvolle Geschichte der Wiener Prachtstraße zurück, die Konjunkturen und Börsenstürze, Aufmärsche und Demonstrationen, Kriegs- und Friedenszeiten erlebt sowie Ablehnung und Wiederentdeckung erfahren hat und in jüngster Zeit erneut ins Gerede gekommen ist. Die Besonderheit der Ausstellung in der Wienbibliothek im Rathaus wird sein, dass sie ihren Blick auf Architektur und Städtebau, gesellschaftliches und politisches Leben sowie kulturelles und wirtschaftliches Treiben durch die Linse der medialen Produktion richtet. Denn diese begann bereits mit den Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb, als die Wiener Zeitungen mit zahllosen Berichten aufwarteten, um das große Umbauprogramm medienwirksam und in mancher Hinsicht auch propagandistisch zu begleiten. Neben der touristischen Vermarktung der Straße ist dieser städtische Raum einmal mehr ein Ort, an dem die gesellschaftlichen Begehrlichkeiten der Wiener und Wienerinnen, aber auch der Österreicher und Österreicherinnen vorgetragen werden – sei es offen ausgetragen oder mit stillen Gesten. In der Ausstellung wird durch ausführliche Erläuterungen die Entwicklung der aufkommenden Massenmedien ablesbar sein sowie deren Rückwirkung auf das Berichten, Schreiben, Komponieren und Überlegen über die Ringstraße. Während in frühen Fotografien Ansichten des Glacis und in Filmen Szenen von der Ringstraße zu sehen sind, wird in ausgewählten Plakaten die vollzogene Wandlung vom Schrift- zum Bildplakat zu erkennen sein. Abgerundet wird dieses mediale Feuerwerk durch Tonaufnahmen berühmter Komponisten sowie durch Ausschnitte aus einer berühmten Fernsehserie aus den 1980er-Jahren.
In fünf thematischen Bereichen werden Teile der einzigartigen und umfangreichen Sammlungsbestände der Wienbibliothek herangezogen, um den Bogen von den ersten Ideen und Vorschlägen, vom Fall der Stadtmauern und von der Ausschreibung des Wettbewerbs über die bauliche Umsetzung bis hin zur kritischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Ringstraße zu spannen. Besonderes Augenmerk wird in einem weiteren Bereich auf den Bau des Neuen Rathauses gelegt, dem nach 1858 verschiedene Standorte zugedacht wurden, bevor es schließlich Ende der 1860er-Jahre seinen prominenten Platz gegenüber dem k. k. Hofburgtheater fand. Durch eine gezielte Kontextualisierung der Exponate werden die herausragenden medialen Aspekte rund um dieses städtebauliche Meisterwerk des Historismus anschaulich vermittelt.
Zeitgleich findet in der Musiksammlung der Wienbibliothek die Ausstellung zu Karl Goldmark, dem „Makart der Musik“, statt, welche durch die Exponate zur Dichtung und zum Musikschaffen die Ausstellung zur Ringstraße gewinnbringend komplettiert.

Das Buch

Das Buch erscheint zum Jubiläum der Eröffnung der Wiener Ringstraße und widmet sich dem Zeitraum von den 1850er Jahren bis heute. Der thematische Rahmen umschließt die Entstehung des Projektes zur Verbauung des Glacis über die Realisierung der grandiosen Bauten und schmucken Freiräume bis hin zur Aneignung und kritischen Auseinandersetzung mit dem „Ring“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Rezeption, der medialen Präsentation und der bildmächtigen Wirkungsgeschichte dieses für die Stadtbaugeschichte wichtigen Prachtboulevards. Die umfangreichen Aufsätze werden durch die schlaglichtartige Darstellung und eingehende Beschreibung von ausgewählten Schätzen der Wienbibliothek ergänzt, die Neues über die Geschichte dieses Meisterwerks der Stadtbaukunst erfahren lassen.

Harald R. Stühlinger (Hg.): Vom Werden der Wiener Ringstraße
400 Seiten, 25 x 27 cm, gebunden, durchgehend vierfarbig, € 29,90
Verlag: Metro-Verlag 2015
ISBN 978-3-99300-218-3

Vergriffen, kein Nachdruck!

Führungen und Begleitprogramm

Termine für Führungen durch die Ausstellung finden Sie auf unserer Website unter Führungen und Schulungen, das Begleitprogramm im Veranstaltungskalender.

Kontakt und Anfragen

Öffentlichkeitsarbeit der Wienbibliothek, Mag.a Suzie Wong
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at (subject: Ausstellung%20Vom%20Werden%20der%20Wiener%20Ringstra%C3%9Fe)
Tel.: +43 1 4000-84926
Fax: +43 1 4000-99-84915