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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Die Vermessung Wiens. Lehmanns Adressbücher 1859-1942

Die Vermessung Wiens. Foto: Catharina Freuis, Grafik: Cora Agdogan

Ort und Zeit

21. Jänner bis 9. September 2011
Ausstellungskabinett und Foyer der Wienbibliothek
Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien
Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Freitag 9 bis 16.30 Uhr
Führungen nach Vereinbarung

Zur Ausstellung

Die Schau in der Wienbibliothek im Rathaus macht mit der Persönlichkeit Adolph Lehmanns bekannt, der 1859 das Projekt des "Allgemeinen Wohnungsanzeigers" gemeinsam mit der Polizeidirektion entwickelte. Sie stellt die Adressbücher als spannende Forschungsquelle in den Mittelpunkt und erzählt von prominenten BewohnerInnen der Stadt, von der Spiegelung wichtiger stadthistorischer Veränderungen wie der Häusernummerierungen und Straßen(um) benennungen, von tausenden Branchen und heute ausgestorbenen Berufen, von forcierten Inseratenkampagnen und innovativen Marketingstrategien, vom Ausbreiten des Telefons und der Entwicklung des öffentlichen Sektors. Die Ausstellung zeigt die Vorläufer und Konkurrenten des "Lehmann", internationale Vorbilder, frühe Stadtbeschreibungen sowie Reiseführer. Immer exakterer Kartenwerke veranschaulichen im historischen Längsschnitt die einzelnen Stufen der Stadterweiterung Wiens.

Nach Durchsicht der Nachlässe in der Handschriftensammlung der Wienbibliothek entstand ein weiteres Thema, das der "Privaten Adressbücher", die in einer repräsentativen Auswahl im Foyer der Wienbibliothek gezeigt werden. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Adressbücher prominenter Persönlichkeiten. Darunter befinden sich Franz Theodor Csokor, Fritz Imhoff, Franz Lehár, Max Reinhardt, Alexander Roda Roda, Herta Staub und Hans Weigel, die ihre Adressbücher ein Leben lang mit Anschriften von Freunden, Bekannten und Kollegen füllten.

Lehmann Online

Seit 21. Jänner 2011 stehen sämtliche Lehmann’sche Adressbücher – rund 200.000 Seiten aus den Jahrgängen von 1859 bis 1942 – online in der digitalen Wienbibliothek zur Recherche bereit. Damit können ForscherInnen und FamilienhistorikerInnen bequem in aller Welt auf die Daten des "Lehmann" zugreifen.

Publikationen zur Ausstellung

Die Vermessung Wiens. Lehmann Adressbücher 1859 –1942
Herausgegeben von Sylvia Mattl-Wurm und Alfred Pfoser
344 Seiten, 25 EUR
Metroverlag 2011
978-3-99300-029-5

Marcel Atze / Kyra Waldner: Andere Seiten. Private Adressbücher prominenter Zeitgenossen aus zwei Jahrhunderten Kunst, Literatur und Musik.
168 Seiten, EUR 20
Metroverlag 2011
978-3-99300-045-5

Marcel Atze, Kyra Waldner: Andere Seiten. Private Adressbücher prominenter Zeitgenossen aus Kunst, Literatur und Musik. Metro Verlag 2011
Eintrag Schieles Tod, Lehmann 1919, Band 2, „Veränderungen während des Druckes und Verbesserungen“, Foto: Gerhard Bauer
Buchrücken Lehmann-Bände aus der Wienbibliothek, Foto: Catharina Freuis
Hans Weigel: Adress- und Telephonbuch, angelegt um 1946. Mit einem Eintrag zu Ingeborg Bachmann (Mitte). WBR, Nachlass Weigel, ZPH 847, 78
Eintrag zu Albert Einstein im Adressbuch Roda Rodas. WBR, Nachlass Roda Roda, ZPH 670, 8., Foto: Gerhard Bauer
Adressbuch von Franz und Hermine Keim, begonnen 1893, Foto: Foto Leutner
Eintrag zu Ingeborg Bachmann, Csokor ergänzt mit Bleistift "Max Frisch". WBR, Nachlass Csokor, ZPH 414, 9., Foto: Gerhard Bauer
Eintrag zu Bertolt Brecht bei Franz Theodor Csokor. Ringbuch mit Exiladressen, angelegt um 1940. WBR, Nachlass Csokor, ZPH 414, 9., Foto: Gerhard Bauer