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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Theaterzettel im Querschnitt der Zeit

Hetzzettel der letzten Vorstellung Wiener Hetzamphitheaters vom 1. September 1796

Ort und Zeit

29. Juni bis 31. Juli 2011
Loos-Räume der Wienbibliothek, Bartensteingasse 9, 1. Stock
Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr

Zur Ausstellung

Die Wienbibliothek dokumentiert mit einer kleinen Ausstellung in den Räumlichkeiten der Musiksammlung 300 Jahre Wiener Theatergeschichte. Gezeigt werden dabei nicht nur Theaterzettel der Hof- und Vorstadttheaterhäuser Wiens – wie beispielsweise der älteste Theaterzettel aus den Beständen der Wienbibliothek aus dem Jahr 1720 – sondern auch Ankündigungszettel von Feuerwerken, Bällen, Zirkusauftritten und Tierhetzen.

Theaterzettel sind als eigene Textsorte Indikatoren kultureller Selbstpositionierung, Parameter kulturwissenschaftlicher Forschung als auch Teil der Massenkommunikation. Das bedeutet, dass Theaterzettel als Spiegel der Zeit vielfältige Inhalte vermitteln: Sie geben Auskunft über literarische Moden, Wanderbewegungen von Theatern und KünstlerInnen, stellen aber auch Informationsträger über Normen (etwa korrektes Verhalten in den Theaterräumen) dar. Im Sinne des Kulturtransfers zwischen Theatertext, Theateraufführung und Publikum ist der Theaterzettel eine Textsorte mit Öffentlichkeitscharakter, die auch über tagesaktuelle und politische Zustände berichtet. An der Bruchstelle zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit stehend, erfährt dieses Medium, dessen Flüchtigkeit sich in der pejorativen Benennung des "Zettels" widerspiegelt, erstmals eine wissenschaftliche Neu-Bewertung als Quelle, die auch über die kulturelle Identität und die (tatsächliche konsumierte) Bildung des Sammlers berichtet.

Führungen

Führung mit Dr.in Julia Danielczyk und Dr. Franz Gangelmayer am 21. Juli 2011, 15 Uhr