Zur Katalogübersicht

Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Wien Geschichte Wiki

Wien Geschichte Wiki

Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Sie sind in:

Sie sind hier

Ein Buch ist ein Garten, den man in der Tasche trägt. Künstlerbücher von Waltraud Palme

Ort und Zeit

7. März bis 24. Mai 2013
Foyer der Wienbibliothek
Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien
Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Freitag 9 bis 16.30 Uhr

Waltraud Palme über Künstlerbücher als Alternative spaces

Das Künstlerbuch, das bereits in den 60er Jahren mit Fluxus, Konkreter Poesie und Konzeptkunst in geballter Form aufgetreten ist und dem erweiterten Kunstbegriff entgegen kommt, findet sich weiterhin in der Gegenwart als Textbuch, Bilderbuch, Tagebuch, Forschungsbericht, Comic, Zählwerk und vieles mehr als Haupt- oder Nebenprodukt im Werk vieler bildender Künstler. Diese treten darin in einer besonderen Rolle auf – als Bild und Textautor, als Produzent und Verleger.

Meist ist das gemalte, gezeichnete, händisch gedruckte, geklebte, gefundene und veränderte Unikat an Ausstellungsorten vor allem in Vitrinen zu betrachten und gibt seinen Inhalt nur begrenzt preis. Das schmerzt oft, denn jedes Einzelne ist ein alternativer Raum, der mehr als ein paar Bilder beinhaltet und erst durch das Blättern zu einem haptischen Erlebnis führt.

Mich reizt beim Arbeiten an Büchern die Aura des Handwerks- das es ja einst einmal war - eine aufwendige langwierige Angelegenheit. Während beim Erzeugen von Tafelbildern, Drucken und Grafiken schon an den Platz an den Wänden gedacht wird, trägt das Buch am Ende erst einmal das Geheimnis in sich. Erst dem Menschen, der es blätternd öffnet, erschließt sich das Ganze.

Meine Arbeiten behandeln - oft ironisch - ein Thema oder erzählen Geschichten in immer wieder variierten Versionen. Manchmal dienen mir Bücher auch als Archiv, in dem ich Forschungsergebnisse, die das Sammeln von Formen betrifft, festhalte. In den letzten Jahren finden sich verstärkt Zeichnungen in den Büchern. Es sind kurze Geschichten, ironische Gedanken oder einfach nur Skizzen für größere Bilder. Sie entstehen vor allem auf Reisen und tragen reale und geistige Fundstücke aus diesen Ländern mit sich.
Am besten drückt es für mich ein arabisches Sprichwort aus: "Ein Buch ist ein Garten, den man in der Tasche trägt" (Waltraud Palme, 2013)

Zur Künstlerin

Waltraud Palme: 1959 in Wien geboren. Ausstellungen und Projekte seit 1984, arbeitet in Wien und Niederösterreich