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22. Mai 2012, 19.00 Uhr

Ravagiana: Hermann Leopoldi und die neuen Medien
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für (Musik)handschriften am 22. Mai 2012
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Objekt des Monats Jänner 2012

Die lustige Witwe – keine „Urfassung“

Franz Lehár, Die lustige Witwe, „Neue No 15 / Duett / Hannah, Danilo / (Lippen schweigen)“, S. 10, Signatur: MHc 21484.

Franz Lehár, Die lustige Witwe, „Neue No 15 / Duett / Hannah, Danilo / (Lippen schweigen)“, S. 10, MHc 21484.

Franz Lehár persönlich dirigierte die Uraufführung seiner Operette "Die lustige Witwe" im Theater an der Wien am 30. Dezember 1905. Wie in diesem Genre üblich, war das Werk erst unmittelbar vorher fertig geworden. Und es entsprach der Tradition, dass schon bald nachgebessert wurde. Eine von Lehár selbst vorgenommene größere Umarbeitung erfolgte anlässlich der 300. Aufführung im Theater an der Wien, die am 11. Jänner 1907 sogar in neuer Ausstattung über die Bühne ging.

Nachdem sich das von Hanna und Danilo gesummte Tanzduett und das Walzer-Intermezzo beim Publikum größter Beliebtheit erfreuten, soll Theaterdirektor Wilhelm Karczag den Autoren – dem Komponisten Lehár und den Librettisten Victor Léon und Leo Stein – den Vorschlag unterbreitet haben diese Melodie mit einem Text zu unterlegen. Dies überlieferte Hubert Marischka, Karczags Schwiegersohn und später selbst Direktor des Theaters an der Wien, in der Sendung des Österreichischen Rundfunks „50 Jahre Die lustige Witwe“ am 30. Dezember 1955.

So entstand das weltberühmte Duett zwischen Hanna und Danilo, „Lippen schweigen, 's flüstern Geigen: Hab’ mich lieb!“. Es wurde als Nr. 15 in die Operette aufgenommen. Die ursprüngliche Nr. 15, das Duett „Zauber der Häuslichkeit“, wurde den Hauptdarstellern Hanna und Danilo entzogen, auf Valencienne und Camille übertragen und als Nr. 5 nach vorne gereiht. Das genannte Walzer-Intermezzo wurde durch das neue Vilja-Lied-Intermezzo ersetzt.

Franz Lehárs vollständige autographe Partiturteile dieser Musiknummern, die wie kaum andere um die Welt gingen, wurden bis vor kurzem im Historischen Manuskriptarchiv des Wiener Musikverlags Doblinger aufbewahrt. Im Sommer 2011 hat die Wienbibliothek im Rathaus diesen musikalischen Schatz, das Duett „Lippen Schweigen“, das Vilja-Lied-Intermezzo und das Duett „Zauber der Häuslichkeit“, erworben.


Objekte aus vergangenen Monaten

Dezember 2011: Marcell Horace Frydmann Prawy. Neues aus dem Nachlass

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September 2011: Zum 25. Todestag von Helmut Qualtinger

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Juli 2011: Sinalco macht durch Früchte frisch! Getränkeplakate der 60er Jahre

Juni 2011: Der letzte "Hetzzettel" vom 1. September 1796

Mai 2011: Zum 100. Geburtstag von Fritz Hochwälder "Der Himbeerpflücker"

April 2011: 150. Geburtstag von Charles Weinberger

März 2011: 150. Geburtstag von Bürgermeister Richard Weiskirchner

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Jänner 2011: Lehmann’s Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger von 1859 bis 1942

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November 2010: Über die lange Tradition des Stammbuchschreibens

Oktober 2010: Weinbau und Weinherstellung

September 2010: Josef Kainz zum 100. Todestag

August 2010: Vereinigte Eisfabriken und Kühlhallen in Wien

Juli 2010: Gustav Mahler: "Spielmann", erster (ursprünglich zweiter) Satz aus der Kantate "Das klagende Lied" für Soli, Chor und Orchester

Juni 2010: Schuss durchs Fenster, 1950. Filmplakat von Eduard Paryzek senior

Mai 2010: Der Fall Adolf Hofrichter

April 2010: Oskar Grohe: Juli-Nacht

März 2010: Karl Lueger zum 100. Todestag am 10. März

Februar 2010: Die II. Internationale Flugwoche vom 15. bis 22. Juni 1913 in Wien-Aspern

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November 2009: Frühneuzeitliche Spielkarten.

Oktober 2009: "Hirnhäusl": Zum 70. Geburtstag von Joe Berger.

September 2009: Josef Matthias Hauer: Melischer Entwurf zum Zwölftonspiel für fünf Violinen.

August 2009: Werbeplakat Wispo Lastex Badeanzüge

Juli 2009: Die römische Reise von Bundeskanzler Dollfuß 1934

Juni 2009: Kalender aus dem frühneuzeitlichen Wien

Mai 2009: Stimmen-Abschrift der Messe in Es-Dur von Joseph Haydn

April 2009: „Die Reise nach Österreich“. Hörspielreihe von Franz Hiesel und Gerhard Fritsch

März 2009: Foto aus dem Tagblattarchiv zum Frauenwahlrecht

Februar 2009: Autograph von Bernhard Frankfurter

Jänner 2009: Notenhandschriften Ferdinand Raimunds